Spielbericht:
Am vergangenen Wochenende, 15./16. März 2025, fanden in der Sportschule Egidius Braun in Leipzig die Deutschen Meisterschaften Hallenfaustball in der Altersklasse U12 statt. Qualifiziert hierfür sind die jeweils Erst- und Zweitplatzierten jedes Bundeslandes. Unsere Mädchen-Mannschaft SVA2 hatte sich den 3. Platz bei den Württembergischen Meisterschaften erspielt. Da die zweitplatzierte Mannschaft ihre Teilnahme an der Deutschen Meisterschaft jedoch abgesagt hatte, wurden wir als Nachrücker am 24. Februar 2025 eingeladen. Wir haben uns sehr über diese Einladung gefreut und nach einigen Überlegungen und eine Nacht darüber schlafen, sagten wir am nächsten Tag zu. Es blieb uns nur wenig Zeit für die Organisation und die Vorbereitungen, ob Übernachtungsmöglichkeiten finden, ein eigenes Einlaufschild gestalten und vieles mehr. Mit Unterstützung unserer engagierten Eltern und einigen Helfern haben wir alles gut geschafft. Vielen Dank!
Freitagnachmittag ging’s auf die knapp 500 km lange Reise, mit viel Vorfreude und Aufregung. Als wir dann Samstagmorgen in der riesigen Sporthalle eintrafen, waren wir ziemlich beeindruckt. Im ersten Drittel der Halle waren 3 U12 Spielfelder nebeneinander für die Mädels, im mittleren Drittel war der Einspielbereich und im dritten Drittel 3 Spielfelder für die U12 Jungs. Jeweils 20 Mädchen und 20 Jungen Mannschaften trafen dieses Wochenende hier aufeinander. Unsere Mädchen Mannschaft startete in der Vorrundengruppe B. Gleich in unserem ersten Spiel trafen wir auf die Bayerischen Meisterinnen vom TV Hallerstein. Wir spielten ganz gut mit, verloren aber beide Sätze mit 5:11 und 8:11 Punkten. Im zweiten Spiel gegen den MTV Wangersen aus Niedersachsen konnten wir ein Unentschieden erreichen, mit 11:7 und 8:11 Punkten. Auf die Niedersächsischen Meisterinnen vom TV Brettorf trafen wir in unserem dritten Spiel und verloren recht deutlich, mit 4:11 und 3:11 Punkten. Gegen die SG Kurtschau aus Thüringen spielten wir dann unser viertes Vorrundenspiel sehr sicher und gewannen beide Sätze, mit 11:2 und 11:5 Punkten. Klasse, unsere erste Deutsche Meisterschaft und schon ein Unentschieden und ein Sieg! Supi! Damit waren wir Gruppenvierter und trafen in einer Trostrunde auf den TSV Kleinvillars. Den ersten Satz knapp mit 9:11 Punkten verloren, den zweiten Satz mit 11:7 Punkten gewonnen, fiel die Entscheidung im dritten Satz, den wir dann unglücklich mit 8:11 Punkten verloren. Schade und damit ging auch dann ein langer Samstag zu Ende. Beim Griechen neben unserem Hotel gab’s dann leckeres Abendessen, anschließend hieß es ausruhen und Kräfte sammeln für den nächsten Tag. Gleich um 9 Uhr am Sonntagmorgen hatten wir ein Qualifikationsspiel, gegen den SV Gernrode aus Thüringen. Den ersten Satz verloren wir mit 6:11 Punkten, den zweiten Satz gewannen wir mit 11:7 Punkten und arg knapp mit 10:12 Punkten ging dann der dritte Satz leider verloren. Also blieb uns nun nur noch das Spiel um die Plätze 19 oder 20. Hier trafen wir erneut auf die Mannschaft SG Kurtschau, konnten auch dieses Spiel gewinnen, mit 11:8 und 11:2 Punkten, und erreichten damit in der Endtabelle den 19. Platz.
Unser Fazit: gut gespielt, toller Kampfgeist und schönes Miteinander. Der Anspannungsgrad unserer Kinder war sehr hoch, denn eine Deutsche Meisterschaft spielt man nicht aller Tage. Aber wie man aus den Ergebnissen sehen kann, sind wir gar nicht so weit weg vom Leistungsniveau anderer Mannschaften. Uns fehlt in der Hauptsache noch die Cleverness und Coolness, in solch einem großen Rahmen die Nerven zu behalten. Die Lautstärke in der Halle, bei 6 gleichzeitig bespielten Feldern, sich einspielenden Kindern und dem Lärmpegel von Zuschauern und Fans, machte es uns oftmals schwer, die Konzentration beizubehalten. Auch haben wir bisher nur auf Spielfeldern gespielt, bei denen wir hinten und seitlich viel Raum für unser Spiel nutzen können. Die Umstellung auf ein Spielfeld mit wenig Außenraum bereitete uns große Mühe. Es wurden extrem viele hohe und lange Bälle während der gesamten Meisterschaft gespielt, die man fast nur mit einer Direktannahme spielen kann. Uns auf diese Spielweise umzustellen, dabei aber trotzdem unser Spiel zu machen, fiel uns nicht leicht. Alles in allem war es eine riesige Erfahrung, ein schönes Erlebnis, Spaß hat’s gemacht, wir konnten so viel lernen, bei anderen Mannschaften abschauen und für unser weiteres Training mitnehmen.
Gespielt haben: Maja Autengruber, Melina Fitzel, Giulia Licata, Louisa Mallock und Katharina Skrobic. Glückwunsch! Das war ihre erste und hoffentlich nicht letzte Deutsche Meisterschaft! Echt stark, dass sie sich dieser Herausforderung gestellt und schon so supi dort mitgespielt haben!
Vielen lieben Dank wieder unseren mitgereisten Eltern und Geschwistern, sowie dem SC DHfK Leipzig für die schöne Ausrichtung dieser Deutschen Meisterschaft. Ganz besonderer Dank geht an Ilija Skrobic, der uns als fantastischer Betreuer so souverän unterstützt hat, sowie an Danijela Skrobic und Ralf Autengruber, für das so kurzfristige und viele Sammeln von Spenden!
Auch möchten wir uns recht herzlich bedanken bei: Autohaus Hezler, Autohaus Schmohl&Bahce, Bäumler Natursteine GmbH & Co., Eysa GbR, FC Bayern Fanclub Fannomenal, Gasthaus Ziegelhütte, Gemeinde Amstetten, Häfele GmbH, Holzbau Rösch, Kasper’s Post und Lotto Lädle, Lonetal-Apotheke, Mehler Blechtechnologie GmbH Süßen, Metzgerei Nagel und Scharpf Treppen, für die Spenden, durch die wir unsere Kosten zum großen Teil finanzieren können. Vielen vielen Dank!
In den nächsten Tagen folgen wir dann auch der Einladung unseres Sponsors la Pietra Verde, um uns gemeinsam beim Pizza essen über unsere Erlebnisse und Eindrücke bei der Deutschen Meisterschaft auszutauschen.
Unter faustball.com können die detaillierten Ergebnisse nachgelesen werden und weitere Fotos sind auf unserer SVA-Homepage zu entdecken.
Yvonne vom Trainerteam